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QuadraBoden Grundierungen
Quadra Universalgrundierung No. 20
Sehr emissionsarme Dispersionsgrundierung auf Systembasis. Merkmale Materialnummer des Herstellers 074621 EAN 4024709746218 Einsatzbereich Innen Paletteneinheit 60 Stk pro Palette Gebindeeinheit 10.00 kg Verbrauch (ca.) 100 – 150 g/m²
79,90 € für 10 kg
Grundierung klingt erst mal nach Wand vor dem Streichen. Am Boden meint der Begriff etwas anderes: Hier bereitet die Grundierung den Estrich auf den nächsten Arbeitsschritt vor, bevor Spachtelmasse, Fliesenkleber oder Bodenbelagsklebstoff darauf kommen. Ohne diesen Schritt verbindet sich die nächste Schicht schlecht mit dem Untergrund, saugt ungleichmäßig aus oder löst sich nach ein paar Monaten wieder.
Diese Kategorie deckt genau diesen Fall ab. Aktuell findest du hier die Quadra Universalgrundierung No. 20 im 10-Kilogramm-Gebinde für 79,90 Euro. Grundierungen für Wand und Fassade, also alles, was danach gestrichen oder verputzt wird, findest du unter Farben in der Kategorie Grundierungen.
Warum der Estrich grundiert wird
Vor jedem neuen Bodenaufbau muss der vorhandene Untergrund vorbereitet sein. Eine Bodengrundierung übernimmt dabei je nach Situation eine von vier Aufgaben.
- Vor Spachtelmasse reguliert sie die Saugfähigkeit von Estrich oder Beton. Die Ausgleichsmasse härtet dann gleichmäßig aus, statt an manchen Stellen zu schnell und an anderen zu langsam abzubinden.
- Vor Fliesenkleber schafft sie auf mineralischen Untergründen eine Haftbrücke, damit der Kleber richtig greift.
- Vor Bodenbelagsklebstoff sorgt sie dafür, dass der Kleber nicht in einen zu durstigen Untergrund abzieht. Bei elastischen Belägen wie Vinyl oder PVC ist das der Unterschied zwischen einer flachen Fläche und Blasen nach ein paar Wochen.
- Als staubbindende Schicht bindet sie auf porösem Untergrund losen Feinstaub. Sonst bildet der Staub eine Trennschicht zwischen Estrich und allem, was darauf soll.
Die Grundierung steht damit am Anfang eines Ablaufs, der über Spachtelmasse oder Kleber zum fertigen Belag führt. Überspringt man sie, fällt das meist erst Wochen später auf, wenn sich die Spachtelmasse an einzelnen Stellen hohl anfühlt.
Untergrund prüfen, bevor du grundierst
Nicht jeder Estrich verhält sich gleich. Drei Punkte solltest du vorher klären, weil Fehler hier erst nach dem Verlegen sichtbar werden.
Sinterschicht bei Calciumsulfatestrich. Calciumsulfatestrich, umgangssprachlich Anhydritestrich, bildet an der Oberfläche eine dünne, wenig tragfähige Kruste. Diese Sinterschicht muss angeschliffen und der Schleifstaub restlos abgesaugt werden. Passiert das nicht, haftet die Grundierung nur auf der Kruste statt auf dem tragfähigen Estrich darunter, und der ganze Aufbau löst sich später mitsamt dieser Schicht ab. Bei Zementestrich reicht in der Regel gründliches Reinigen.
Restfeuchte. Vor dem Grundieren gehört die Feuchte des Estrichs gemessen, am zuverlässigsten mit einem CM-Gerät. Wird zu früh grundiert und gespachtelt, sucht sich die eingeschlossene Feuchtigkeit später ihren Weg und drückt den Belag hoch. Eine Dispersionsgrundierung ersetzt diese Messung nicht, sie sperrt keine Restfeuchte ab.
Tragfähigkeit und Staub. Risse, lose Stellen und Reste alter Kleber gehören vor dem Grundieren entfernt. Danach absaugen, nicht nur kehren. Feinstaub ist der häufigste Grund dafür, dass eine an sich gute Grundierung keine belastbare Verbindung aufbaut.
Quadra Universalgrundierung No. 20 im Detail
Die No. 20 ist eine sehr emissionsarme Dispersionsgrundierung auf Systembasis für den Innenbereich. Emissionsarm heißt hier, dass beim Trocknen kaum flüchtige Stoffe in die Raumluft abgegeben werden. In bewohnten Räumen, in denen während der Bauphase nicht durchgehend gelüftet werden kann, ist das ein spürbarer Unterschied. Auf Systembasis heißt, dass sie darauf ausgelegt ist, mit den nachfolgenden Spachtelmassen und Klebstoffen im selben Bauablauf zusammenzuarbeiten, statt als Einzelprodukt gedacht zu sein.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Basis | Dispersion, wasserbasiert |
| Einsatzbereich | Innen |
| Gebindegröße | 10 kg |
| Verbrauch | ca. 100 bis 150 g/m² |
| Preis | 79,90 Euro, also 7,99 Euro/kg |
Bei 100 bis 150 Gramm pro Quadratmeter reicht ein 10-Kilogramm-Gebinde für rund 65 bis 100 Quadratmeter, je nachdem wie saugfähig der Estrich ist. Auf den Quadratmeter gerechnet liegst du damit bei etwa 0,80 bis 1,20 Euro. Gemessen daran, dass darüber Spachtelmasse, Kleber und der eigentliche Bodenbelag folgen, ist das der günstigste Posten im Aufbau und der mit dem größten Hebel, wenn er fehlt.
Wo eine Dispersionsgrundierung an ihre Grenze kommt
Eine wasserbasierte Dispersionsgrundierung wie die No. 20 reguliert Saugfähigkeit, bindet Staub und verbessert die Haftung. Zwei Dinge kann sie nicht.
Sie ist keine Feuchtesperre. Ist die Restfeuchte im Estrich zu hoch, braucht es eine Grundierung auf Reaktionsharzbasis, also Epoxid oder Polyurethan, mit den vom Hersteller freigegebenen Grenzwerten. Die Alternative ist schlicht abwarten, bis der Estrich belegreif ist.
Und sie ist ausdrücklich für innen freigegeben. Auf Balkon, Terrasse oder anderen bewitterten Flächen hat sie nichts verloren, dort verkürzt sie die Lebensdauer des gesamten Aufbaus.
Wenn dein Fall einer dieser beiden ist, melde dich kurz bei uns, bevor du bestellst. Dann klären wir, was stattdessen passt.
Richtig auftragen
Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein, lose Bestandteile und Staub sind vorher restlos entfernt. Wie stark du verdünnst, hängt von der Saugfähigkeit ab: Roher, stark saugender Estrich verträgt in der Regel mehr Wasser als eine bereits vorbehandelte Fläche. Das genaue Mischverhältnis für die No. 20 steht im technischen Merkblatt, weil es je nach Untergrund unterschiedlich ausfällt.
Trag die Grundierung gleichmäßig mit Rolle oder Bürste auf, ohne Pfützen. Stehende Lachen trocknen zu einem geschlossenen Film, auf dem die Spachtelmasse schlechter haftet als auf einer gleichmäßig eingezogenen Schicht. Danach vollständig durchtrocknen lassen, bevor Spachtelmasse oder Kleber folgen. Bei normalem Raumklima sind das üblicherweise einige Stunden, verbindlich ist die Angabe auf dem Etikett.
Häufige Fehler
Der mit Abstand häufigste: nicht gründlich genug absaugen. Auf einer staubigen Fläche kann auch eine gute Grundierung keine tragfähige Verbindung aufbauen.
Der zweite betrifft Calciumsulfatestrich. Die Sinterschicht wird übersehen oder nur oberflächlich angeschliffen. Wer hier spart, riskiert, dass sich der komplette Bodenaufbau später von der obersten Estrichschicht löst.
Der dritte ist zu wenig Trocknungszeit. Kommt die Spachtelmasse auf eine noch feuchte Grundierung, vermischen sich beide Schichten, statt sich sauber zu verbinden.
Und der vierte ist die Verwechslung mit einer Wandgrundierung. Tiefgrund für Putz und Gipskarton ist nicht auf den weiteren Bodenaufbau abgestimmt und im Zweifel nicht für den Verbund mit Bodenklebstoffen freigegeben.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Universalgrundierung No. 20 auch für außen geeignet?
Nein, sie ist für den Innenbereich freigegeben. Für bewitterte Flächen brauchst du ein anderes Produkt.
Muss ich die Grundierung verdünnen?
Das hängt vom Untergrund ab. Roher, stark saugender Estrich wird meist stärker verdünnt als eine weniger saugende Fläche. Das genaue Verhältnis steht im technischen Merkblatt.
Reicht ein 10-Kilogramm-Gebinde für einen ganzen Raum?
Bei 100 bis 150 Gramm pro Quadratmeter reicht es für etwa 65 bis 100 Quadratmeter. Bei stark saugendem Estrich rechne mit einem Zuschlag, mitten in der Arbeit nachzubestellen ist der teuerste Weg.
Kann ich damit auch vor Fliesenkleber grundieren?
Ja, eine solche Grundierung kommt auf saugfähigen mineralischen Untergründen nicht nur vor Spachtelmasse zum Einsatz, sondern auch vor Fliesenklebern. Ob sie für deinen konkreten Aufbau ausreicht, hängt vom restlichen System ab. Im Zweifel hilft das technische Merkblatt oder eine kurze Rückfrage bei uns.
Ersetzt die Grundierung eine Feuchtemessung im Estrich?
Nein. Sie reguliert die Saugfähigkeit und verbessert die Haftung, sperrt aber keine Restfeuchte ab. Die CM-Messung bleibt der Schritt, der über die Belegreife entscheidet.
Kann ich die Grundierung auf altem Fliesenbelag einsetzen?
Eine Dispersionsgrundierung ist auf saugende, mineralische Untergründe ausgelegt. Auf einer dichten, glasierten Fliese zieht nichts ein. Dort braucht es eine Haftbrücke, die für nicht saugende Untergründe freigegeben ist. Sprich uns an, bevor du auf Fliesen aufbaust.

