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Grundierfarben online kaufen

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Du hast eine Wand mit Spachtelstellen, Flecken und Ausbesserungen. Die neue Farbe soll am Ende gleichmäßig aussehen, und das möglichst nach einem Anstrich. Genau dafür ist eine Grundierfarbe da. Sie ist weiß und deckend, bindet sich fest an den Untergrund und gibt der Schlussfarbe eine ruhige, einheitliche Basis.

Es gibt aber nicht die eine Grundierfarbe für alles. Manche sind für glatte Flächen gemacht, andere für frischen Putz, wieder andere für Innenräume mit streifendem Licht. Diese Seite hilft dir bei der Wahl: Du erfährst, welcher Typ zu deinem Untergrund passt, wie viel du brauchst und wo die typischen Fehler liegen.

Was eine Grundierfarbe kann und was nicht

Eine Grundierfarbe ist eine pigmentierte Grundierung. Das unterscheidet sie von einem farblosen Tiefgrund, der vor allem in den Untergrund einzieht. Die Grundierfarbe bleibt zu einem guten Teil auf der Oberfläche und bildet dort eine eigene Schicht.

Das bringt dir drei Vorteile:

  • Gleichmäßiger Untergrund. Spachtelstellen, Putzflicken und alte Farbränder saugen unterschiedlich. Die Grundierfarbe gleicht das aus, damit die Schlussfarbe nicht fleckig trocknet.
  • Deckkraft. Du siehst auf der Wand sofort, wo du schon gestrichen hast. Dunkle oder bunte Altanstriche scheinen weniger durch.
  • Haftung. Auf glatten oder kaum saugenden Flächen schafft sie die Verbindung zwischen Altanstrich und neuer Farbe.

Was sie nicht leistet: Sie verfestigt keinen sandenden Putz. Sie dichtet keine Feuchtigkeit ab und beseitigt keinen Schimmel. Nikotin-, Wasser- oder Rußflecken sperrt sie nicht zuverlässig, dafür gibt es einen speziellen Isoliergrund. Und sie ist in der Regel kein fertiger Anstrich. Du brauchst danach noch eine Schlussbeschichtung.

Vier Typen, vier Einsatzbereiche

Das Sortiment hier deckt vier verschiedene Aufgaben ab. Ordne dein Projekt zuerst einem dieser Typen zu, dann ist der Rest einfach.

Universal-Grundierfarbe für Putz, Beton und Fassade

Das ist der Allrounder für mineralische Untergründe: Putz, Beton, Mauerwerk. Sie ist für innen und außen freigegeben, auch auf einem Wärmedämmverbundsystem. Du kannst sie unter Dispersionsfarben, Silikatfarben und Putzbeschichtungen einsetzen. Auf rauem Putz lässt sie sich zum Vorschlämmen nutzen, das heißt, du schließt damit die Poren und die Fläche wird griffiger.

Eine Besonderheit: Diese Grundierfarbe wird als konzentriertes Material geliefert und muss mit Wasser verdünnt werden, bei diesem Typ im Verhältnis 2 zu 1. Das Gebinde ergibt also mehr Ansatz, als der Inhalt vermuten lässt. Dafür ist die Trockenzeit länger. Plane mit mindestens 12 Stunden bis zur Weiterarbeit, überstreichbar ist sie nach etwa einem Tag.

Wähle diesen Typ, wenn du eine Fassade oder mineralische Wände im Innen- und Außenbereich vorbereitest.

Grundierfarbe mit Alkalibremse für frischen Putz

Frischer mineralischer Putz ist alkalisch. Das kann zu weißlichen Kalkausblühungen in der Schlussfarbe führen. Eine Grundierfarbe mit Alkalibremse mindert dieses Risiko. Sie ist verarbeitungsfertig und enthält kein Strukturkorn, die Fläche bleibt also glatt.

Sie eignet sich außerdem für Malervlies, Beton, Gipskarton, gespachtelte Flächen und alte Anstriche auf Dispersions-, Silikonharz- und Silikatbasis. Sie verlängert die Offenzeit der Folgefarbe. Das ist die Zeit, in der du nass in nass arbeiten kannst, ohne dass Ansätze sichtbar werden. Das hilft bei großen Flächen und kritischem Licht.

Die Einschränkungen sind klar: Auf Kalkputz darfst du sie nicht verwenden, und als Untergrund für Putzbeschichtungen ist sie nicht gedacht. Sie passt für schwach bis mittelstark saugende Flächen. Saugt der Untergrund stark oder sehr unterschiedlich, grundiere vorher mit einem Tiefgrund.

Wähle diesen Typ bei Neuputz, Spachtelflächen und wenn du eine Schlussfarbe auf Silikatbasis planst.

Haftvermittelnde Grundierfarbe für glatte Flächen

Perlt Wasser auf deiner Wand ab, hat auch Farbe ein Problem. Auf glatten, dichten oder kaum saugenden Untergründen haftet sie schlecht. Hier hilft eine weiß deckende Grundierfarbe mit haftvermittelnder Wirkung. Sie ist für innen und außen vorgesehen und eignet sich als Basis für Dispersions- und Siliconharzfarben sowie für Silikatfarben im Innenbereich.

Du brauchst sie zum Beispiel, wenn du über einen alten, glatten Anstrich streichen willst oder auf eine Fläche, die kaum etwas aufnimmt.

Reicht die Haftung nicht, etwa bei Fliesen oder Lack, greifst du besser zu einem eigenen Haftgrund. Er ist für extrem dichte Flächen gemacht.

Wähle diesen Typ bei glatten Altanstrichen und nicht saugenden Wänden.

Innen-Grundierfarbe für glatte Wände und Tapeten

Dieser Typ ist ausschließlich für den Innenraum gedacht und vor allem für den Schlussanstrich in hellen oder glänzenden Farben gemacht. Er hat einen sehr glatten Verlauf und gilt als streiflichtsicher. Das bedeutet: Wenn das Licht seitlich über die Wand fällt, zeigen sich kaum Ansätze und Unebenheiten. Er gleicht außerdem Farbunterschiede im Untergrund aus.

Er funktioniert auf Putz, Gipskarton, Faserzementplatten, Glasgewebe, Raufaser und Strukturtapeten. Du kannst ihn auch vor dem Tapezieren einer Vliestapete einsetzen, um eine gleichmäßige Fläche zu bekommen. Die Farbe ist gebrauchsfertig, du trägst sie unverdünnt auf, und in der Regel reicht ein Anstrich. Sie ist schon nach rund vier Stunden überstreichbar, das ist der schnellste Wert im Sortiment.

Wichtig: Das ist eine Grund- und Zwischenbeschichtung. Sie bleibt nicht als sichtbare Oberfläche stehen.

Wähle diesen Typ bei Gipskarton, Tapetenwänden und anspruchsvollem Licht.

Welche Grundierfarbe zu welchem Untergrund passt

Diese Tabelle fasst die Zuordnung zusammen. Sie ersetzt nicht das Datenblatt, aber sie bringt dich zur richtigen Produktgruppe.

Dein UntergrundPassender Typ
Frischer Putz, NeuputzGrundierfarbe mit Alkalibremse
Mineralischer Putz, Beton, Fassade, WDVSUniversal-Grundierfarbe
Rauer Putz, der vorgeschlämmt werden sollUniversal-Grundierfarbe
Glatter Altanstrich, kaum saugende FlächeHaftvermittelnde Grundierfarbe
Gipskarton mit Spachtelstellen im InnenraumInnen-Grundierfarbe oder Typ mit Alkalibremse
Raufaser, Glasgewebe, Strukturtapete innenInnen-Grundierfarbe
Vliestapete vor dem TapezierenInnen-Grundierfarbe
Stark saugender, sandender UntergrundZuerst Tiefgrund, dann Grundierfarbe
KalkputzKeine dieser Grundierfarben, sondern ein auf Kalk abgestimmtes System

Wenn deine Fläche nicht eindeutig in eine Zeile passt, ist das normal. Wände sind oft gemischt. Dann grundierst du nach dem schwierigsten Bereich oder behandelst Teilflächen unterschiedlich.

Prüfe vor dem Kauf deinen Untergrund

Der Untergrund entscheidet mehr als die Gebindegröße. Mit drei kurzen Tests weißt du, womit du es zu tun hast:

  1. Wassertest. Gib ein paar Tropfen Wasser auf die Wand. Zieht es sofort ein, saugt die Fläche stark. Dann brauchst du vorher einen Tiefgrund. Perlt es ab, ist die Fläche dicht, und eine haftvermittelnde Grundierfarbe ist richtig.
  2. Wischtest. Fahre mit der trockenen Hand über die Fläche. Bleibt Staub oder Sand an der Hand, ist der Untergrund nicht tragfähig. Er muss erst gereinigt oder verfestigt werden.
  3. Klebebandtest. Drücke ein Stück Malerkrepp fest auf den Altanstrich und reiße es ruckartig ab. Kommt Farbe mit, löst sich der Anstrich. Er muss komplett runter, sonst hält auch die beste Grundierung nichts.

Mach die Tests an mehreren Stellen. Gespachtelte Flächen und Ausbesserungen verhalten sich oft anders als der Rest.

Grundsätzlich muss jeder Untergrund sauber, trocken und tragfähig sein. Frischer Putz muss ausreichend durchgehärtet sein. Fett, Ruß und Trennmittel wäschst du vorher ab.

So viel Grundierfarbe brauchst du

Der Verbrauch hängt vom Typ und vom Untergrund ab. Bei der gebrauchsfertigen Innen-Variante und bei der Variante mit Alkalibremse liegen die Herstellerangaben bei rund 100 bis 130 Millilitern pro Quadratmeter und Anstrich. Bei der Universal-Grundierfarbe steigt der Verbrauch mit der Körnung des Putzes. Glatter Putz braucht deutlich weniger als rauer.

So rechnest du:

  1. Fläche bestimmen: Raumumfang mal Höhe, Fenster und Türen abziehen, Decke dazu.
  2. Fläche mal Verbrauch pro Quadratmeter nehmen.
  3. Rund zehn Prozent Reserve aufschlagen.
  4. Auf die Gebindegröße aufrunden. Im Sortiment sind das 12,5 Liter, bei der Universal-Grundierfarbe 20 Kilo.

Ein Beispiel mit angenommenen Werten: 60 Quadratmeter Wand und Decke, 130 Milliliter pro Quadratmeter. Das sind 7,8 Liter, mit Reserve etwa 8,6 Liter. Ein 12,5-Liter-Gebinde reicht. Den Rest brauchst du für Nachbesserungen oder die nächste Ecke.

Achte bei der Universal-Grundierfarbe darauf, ob sich der Verbrauch im Datenblatt auf das unverdünnte Material oder auf das fertige Gemisch bezieht. Das verändert deine Rechnung. Lege am besten einen Probeanstrich auf einem Quadratmeter an. Danach weißt du, wie viel deine Wand wirklich schluckt.

So trägst du Grundierfarbe richtig auf

Der Ablauf ist einfach, wenn du die Reihenfolge einhältst.

  1. Fläche vorbereiten. Staub, lose Teile und Fett entfernen. Risse und Löcher spachteln und trocknen lassen.
  2. Abkleben. Fenster, Steckdosen, Fußleisten und Boden schützen. Getrocknete Grundierfarbe lässt sich schlecht entfernen.
  3. Gut aufrühren. Pigmente und Füllstoffe setzen sich ab. Rühre vor dem Streichen gründlich auf, bis die Farbe gleichmäßig ist.
  4. Bei Bedarf verdünnen. Nur wenn das Datenblatt es vorsieht. Das konzentrierte Material musst du verdünnen, die gebrauchsfertigen Typen nicht. Dort kann zusätzliches Wasser die Eigenschaften verändern.
  5. Auftragen. Mit Pinsel, Rolle oder Airlessgerät. Arbeite nass in nass, damit keine Ansätze entstehen, und rolle die Fläche am Ende in eine Richtung ab. Ecken und Kanten streichst du zuerst mit dem Pinsel vor.
  6. Trocknen lassen. Bei 20 Grad und 65 Prozent Luftfeuchte liegt die Wartezeit je nach Typ zwischen etwa vier Stunden und einem Tag. Bei Kälte oder feuchter Luft dauert es länger.

Verarbeite die Farbe nicht unter 5 Grad Luft- und Untergrundtemperatur. Streiche nicht in praller Sonne und nicht auf stark aufgeheizten Flächen, sonst trocknet sie zu schnell und haftet schlechter. Werkzeuge reinigst du direkt nach Gebrauch mit Wasser.

Typische Fehler vermeiden

  • Zu früh überstrichen. Die Grundierfarbe war noch nicht durchgetrocknet, die Schlussfarbe haftet schlecht oder bekommt Blasen. Halte die Wartezeit aus dem Datenblatt ein.
  • Falscher Typ auf Kalkputz oder unter Putz. Nicht jede Grundierfarbe darf unter Putzbeschichtungen. Prüfe die Freigabe für die Folgebeschichtung.
  • Stark saugenden Untergrund direkt gestrichen. Die Wand zieht die Farbe weg, und du brauchst deutlich mehr Material. Erst verfestigen, dann grundieren.
  • Feuchte Wand grundiert. Grundierfarbe dichtet nicht ab. Beseitige zuerst die Ursache der Feuchtigkeit.
  • Innenprodukt an der Fassade. Der reine Innentyp ist nicht für außen freigegeben. Prüfe den Einsatzbereich.
  • Lose Altanstriche überstrichen. Was sich löst, nimmt die neue Schicht mit. Entferne es vorher.
  • Frost. Gebinde gehören kühl, aber frostfrei und gut verschlossen gelagert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Grundierfarbe und Tiefgrund?

Ein Tiefgrund ist farblos, zieht tief ein und verfestigt den Untergrund. Eine Grundierfarbe ist pigmentiert, deckt und gleicht Farbunterschiede aus. Bei stark saugenden Flächen setzt du oft beides ein: erst den Tiefgrund, dann die Grundierfarbe.

Brauche ich eine Grundierfarbe, wenn ich nur die Wandfarbe wechsle?

Auf einer intakten, gleichmäßig saugenden Fläche oft nicht. Sinnvoll ist sie bei Spachtelstellen, fleckigem oder sehr dunklem Untergrund, glatten Altanstrichen und bei hellen Schlussfarben mit hohem Anspruch an die Optik.

Kann ich Grundierfarbe auf Tapete streichen?

Auf Raufaser, Glasgewebe und Strukturtapeten ja, wenn die Tapete fest sitzt. Der passende Typ ist eine Innen-Grundierfarbe. Vor dem Tapezieren einer Vliestapete ist sie ebenfalls möglich. Soll danach eine dünne, helle Tapete an die Wand, nimm einen Tapetengrund.

Kann ich Grundierfarbe auch außen verwenden?

Nur wenn das Produkt für den Außenbereich freigegeben ist. Die Universal-Grundierfarbe, die Variante mit Alkalibremse und die haftvermittelnde Variante sind es, die reine Innen-Grundierfarbe nicht. Bei einem Wärmedämmverbundsystem muss zusätzlich die Folgebeschichtung zum System passen.

Wie viele Anstriche brauche ich?

Bei den meisten Untergründen reicht ein Anstrich. Bei sehr unterschiedlich saugenden Flächen, frisch gespachtelten Bereichen oder wenn Gipsspachtel und silikatische Schlussfarbe zusammentreffen, ist ein zweiter Auftrag sinnvoll.

Muss ich die Grundierfarbe verdünnen?

Das hängt vom Typ ab. Die konzentrierte Universal-Grundierfarbe muss verdünnt werden. Die gebrauchsfertigen Typen trägst du in der Regel unverdünnt auf. Halte dich an das Datenblatt, denn zu viel Wasser verändert Haftung und Deckkraft.

Wie lagere ich ein angebrochenes Gebinde?

Gut verschlossen, kühl und frostfrei. Frost zerstört die Dispersion, danach lässt sich die Farbe nicht mehr verwenden. Klumpt sie oder hat sich ihr Geruch stark verändert, entsorge sie.

Du bist dir bei Untergrund oder Typ nicht sicher? Schreib uns kurz, was du streichen willst. Wir sagen dir, welche Grundierfarbe dazu passt.