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Dispersionsfarbe oder Silikatfarbe: Was passt zu deiner Wand?

Der Unterschied zwischen reiner Silikatfarbe, Dispersionssilikatfarbe und Acrylat-Dispersion erklärt, mit echten Preisen, Ergiebigkeit und einer Entscheidungshilfe nach Untergrund und Raum.

Im Baumarktregal stehen Dispersionsfarbe und Silikatfarbe oft nebeneinander, mit ähnlichen Preisschildern und fast identischer Verpackung. Der Unterschied liegt nicht in der Farbe selbst, sondern im Bindemittel, und genau das entscheidet darüber, ob die Farbe auf deinem Untergrund überhaupt zuverlässig hält.

Dieser Ratgeber zeigt dir, wie Dispersionsfarbe und Silikatfarbe chemisch funktionieren, welche der drei Bindemittelarten wirklich zu deinem Untergrund passt und wann sich der Aufpreis für reine Silikatfarbe lohnt. Am Ende weißt du, welche Farbe für Neubau, Altbau, Bad oder Raufasertapete die richtige ist.

Was ist der Unterschied zwischen Dispersionsfarbe und Silikatfarbe?

Dispersionsfarbe bildet mit Acrylharz als Bindemittel einen elastischen Film auf der Wandoberfläche, ähnlich einem dünnen Kunststoffüberzug. Silikatfarbe nutzt Kaliwasserglas als Bindemittel, das mit mineralischem Putz oder Beton chemisch reagiert und sich fest mit dem Untergrund verbindet, ein Vorgang, der Verkieselung heißt. Aus diesem Unterschied im Bindemittel folgen fast alle praktischen Unterschiede zwischen beiden Farbtypen: Untergrundeignung, Diffusionsoffenheit und Verarbeitung.

Die Verkieselung ist eine echte chemische Reaktion, keine reine Trocknung. Das Kaliwasserglas verbindet sich mit der Kieselsäure im mineralischen Putz und bildet dabei eine Schicht, die genauso mineralisch und hart ist wie der Untergrund selbst. Reine Silikatfarbe blättert deshalb im Normalfall nicht ab, sie verwittert höchstens langsam mit dem Putz darunter.

Dispersionsfarbe funktioniert anders. Der Acrylharz-Film trocknet physikalisch, ohne mit dem Untergrund zu reagieren, und haftet stattdessen mechanisch an der Oberfläche. Das macht sie flexibler bei kleinen Rissen im Putz, aber auch abhängiger von einer sauberen, tragfähigen Fläche darunter, sonst löst sich der Film irgendwann als Ganzes ab.

Reine Silikatfarbe, Dispersionssilikatfarbe oder Acrylat-Dispersion: drei Bindemitteltypen statt zwei

Im Handel wird meist nur zwischen Dispersionsfarbe und Silikatfarbe unterschieden, dabei gibt es technisch drei Kategorien. Die mittlere davon verkaufen viele Hersteller unter Namen, die Silikat vermuten lassen, obwohl sie kein reines Silikatprodukt sind.

Reine Silikatfarbe besteht laut DIN 18363 ausschließlich aus Kaliwasserglas als Bindemittel und mineralischen Füllstoffen, ohne organische Zusätze. Sie verkieselt vollständig mit dem Untergrund und ist die diffusionsoffenste der drei Varianten. Caparol Sylitol Bio-Innenfarbe ist ein Beispiel dafür, mit der Bindemittelbasis Silikatbasis laut technischem Datenblatt, geeignet für Wohnräume ebenso wie für Schulen, Kindergärten und denkmalgeschützte Gebäude.

Dispersionssilikatfarbe, in der Norm als Abschnitt 2.4.1 der DIN 18363 geführt, kombiniert Kaliwasserglas mit einem Anteil Kunstharz-Dispersion. Der Dispersionsanteil macht die Farbe leichter verarbeitbar und toleranter gegenüber älteren, aber tragfähigen Untergründen, ohne die Diffusionsoffenheit komplett zu verlieren. Keim Biosil und Keim Innostar gehören in diese Kategorie.

Acrylat-Dispersionsfarbe verzichtet ganz auf Kaliwasserglas. Sie bildet einen reinen Kunstharzfilm und ist die günstigste und am einfachsten zu verarbeitende der drei Varianten, dafür auch die am wenigsten diffusionsoffene. Quadra Malerweiß steht für diesen Typ.

Ein Punkt, der bei der Farbtonwahl leicht übersehen wird: Reine Silikatfarbe verträgt nur alkalibeständige, mineralische Pigmente, weil organische Farbpigmente im stark alkalischen Milieu des Kaliwasserglases mit der Zeit ausbleichen. Dadurch stehen bei reiner Silikatfarbe meist gedecktere, hellere Farbtöne zur Auswahl als bei Dispersionsfarbe, satte Dunkeltöne oder kräftige Buntfarben gehen mit reinem Silikat oft nur eingeschränkt. Dispersionssilikatfarbe und Acrylat-Dispersion sind hier flexibler, weil ein größerer Anteil organischer Pigmente technisch möglich ist. Willst du eine Wand in einem kräftigen Farbton streichen, lohnt sich deshalb vorab die Frage beim Hersteller oder im Farbmischsystem, ob der gewünschte Ton in reiner Silikatfarbe überhaupt herstellbar ist.

Der Produktname verrät den Bindemitteltyp nicht zuverlässig

Quadra BioSol-In wird als SOL-Innensilikatfarbe beworben, im technischen Datenblatt steht als Bindemittelbasis aber Acrylatdispersion. Bevor du eine Farbe wegen des Namens kaufst, lohnt sich ein Blick ins Datenblatt auf das Feld Bindemittelbasis, das findest du bei jedem Produkt direkt bei den Artikeldetails.

KriteriumReine SilikatfarbeDispersionssilikatfarbeAcrylat-Dispersionsfarbe
BindemittelKaliwasserglas, verkieselt vollständig mit dem UntergrundKaliwasserglas mit Kunstharz-AnteilAcrylharz, bildet einen reinen Kunststofffilm
Geeigneter UntergrundNur mineralisch und saugfähig, z. B. Kalk- oder Zementputz, Beton, KalksandsteinMineralisch, toleriert auch ältere, tragfähige mineralische AnstricheNahezu jeder tragfähige Untergrund, auch Raufaser und alte Dispersionsanstriche
BeispielproduktCaparol Sylitol Bio-InnenfarbeKeim Biosil, Keim InnostarQuadra Malerweiß
Preis pro 12,5-Liter-Gebinde40,90 €ab 29,90 €39,90 €
Preise für ein 12,5-Liter-Gebinde in Weiß, Stand unseres aktuellen Sortiments.

Reine Silikatfarbe nach DIN 18363, Verbrauch ca. 140 ml/m², geeignet für Wohnräume, Schulen und denkmalgeschützte Gebäude im Innenbereich.

Caparol Sylitol Bio-Innenfarbe weiß

CaparolInnenwandfarben

Caparol Sylitol Bio-Innenfarbe weiß

91,90 €inkl. MwSt.

Dispersionssilikatfarbe mit Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13300, Verbrauch ca. 110 ml/m², raumlufthygienisch durch den hohen pH-Wert.

Keim Biosil weiß

KeimInnenwandfarben

Keim Biosil weiß

117,90 €inkl. MwSt.

Auf welchem Untergrund funktioniert Silikatfarbe, auf welchem Dispersionsfarbe?

Reine Silikatfarbe funktioniert zuverlässig nur auf mineralischen, saugfähigen Untergründen wie Kalkputz, Zementputz, Kalkzementputz, Beton und Kalksandstein, weil nur dort die chemische Verkieselung stattfinden kann. Dispersionsfarbe haftet dagegen mechanisch und eignet sich deshalb auch für Gipskarton, Raufasertapete und tragfähige alte Anstriche, auf denen reine Silikatfarbe nicht sicher hält.

Auf Gipskarton oder anderen nicht-mineralischen Platten braucht reine Silikatfarbe zusätzlich eine spezielle Silikat-Grundierung, ein sogenanntes Fixativ, das eine mineralische Haftbrücke herstellt. Ohne diese Grundierung platzt der Anstrich früher oder später ab, weil die Verkieselung auf Gipskarton allein nicht stattfindet.

Ob ein Untergrund mineralisch genug für reine Silikatfarbe ist, lässt sich mit einem einfachen Wassertropfentest grob einschätzen. Zieht ein Tropfen Wasser innerhalb weniger Sekunden sichtbar in die Oberfläche ein, ist der Untergrund saugfähig genug. Perlt der Tropfen dagegen ab oder bleibt lange stehen, ist die Fläche zu dicht, meist weil sie bereits mit einer Dispersionsfarbe oder einem versiegelnden Anstrich beschichtet ist, und du solltest auf Dispersionssilikatfarbe ausweichen oder den alten Anstrich vollständig entfernen.

Kannst du Silikatfarbe auf eine alte Dispersionsfarbe streichen?

Reine Silikatfarbe verkieselt nicht mit einer bestehenden Dispersionsschicht, weil der Kunstharzfilm die chemische Reaktion mit dem Kaliwasserglas blockiert. Auf einem tragfähigen Altanstrich hält deshalb nur eine Dispersionssilikatfarbe wie Keim Biosil zuverlässig, oder du entfernst die alte Farbe vollständig bis auf den mineralischen Putz.

Altanstrich vorher auf Tragfähigkeit prüfen

Ritze mit einem Cuttermesser ein Gitter in die alte Farbschicht und drücke ein Stück Klebeband darauf. Reißt beim Abziehen Farbe mit ab, ist der Altanstrich nicht tragfähig genug für einen neuen Anstrich, unabhängig davon, ob du Dispersions- oder Dispersionssilikatfarbe wählst. In diesem Fall hilft nur vollständiges Entfernen der alten Farbe bis auf den Putz.

Welche Farbe eignet sich für Bad, Keller und andere feuchte Räume?

Silikatfarbe wirkt mit ihrem pH-Wert von etwa 11 von Natur aus schimmelhemmend und lässt durch ihre offene mineralische Struktur mehr Feuchtigkeit als Wasserdampf entweichen als die meisten reinen Dispersionsfarben. Für Bad und Keller ist deshalb eine Dispersionssilikatfarbe wie Keim Biosil oder Keim Innostar die bessere Wahl als eine reine Acrylat-Dispersion.

Das ersetzt aber keine Lösung für eine tatsächliche Feuchtequelle wie einen undichten Kellerschacht, aufsteigende Feuchtigkeit oder fehlende Lüftung nach dem Duschen. Eine diffusionsoffene Farbe hilft, Restfeuchte im Raum schneller abzuführen, sie trocknet aber keine Wand, die dauerhaft durchfeuchtet wird. Bei sichtbarem Schimmel oder wiederkehrenden feuchten Stellen lohnt sich vor dem Streichen eine Ursachensuche, nicht nur ein Farbwechsel.

Was kostet Silikatfarbe im Vergleich zu Dispersionsfarbe pro Gebinde?

Ein 12,5-Liter-Gebinde reine Silikatfarbe wie Caparol Sylitol Bio-Innenfarbe kostet 40,90 €, eine Dispersionssilikatfarbe wie Keim Biosil ab 29,90 € und eine Acrylat-Dispersionsfarbe wie Quadra Malerweiß 39,90 €. Der Preisunterschied zwischen den drei Bindemitteltypen ist damit kleiner als der technische Unterschied vermuten lässt, ausschlaggebend für die Wahl sollte deshalb der Untergrund sein, nicht der Preis.

Der Blick auf den Gebindepreis täuscht allerdings, weil die drei Farbtypen unterschiedlich ergiebig sind. Aus dem Verbrauch je Quadratmeter laut technischem Datenblatt lässt sich der tatsächliche Preis pro Anstrich und Quadratmeter berechnen. Caparol Sylitol Bio-Innenfarbe kostet bei einem Verbrauch von 140 ml/m² rund 0,46 € pro Quadratmeter und Anstrich. Keim Biosil kommt bei 110 ml/m² auf nur rund 0,26 €, und Quadra Malerweiß bei etwa 145 ml/m² ebenfalls auf rund 0,46 €. Die auf den ersten Blick günstiger wirkende Dispersionssilikatfarbe schneidet damit real besser ab als beide Alternativen, weil sie deutlich weniger Material pro Quadratmeter braucht.

Welche Fehler passieren beim Streichen mit Silikatfarbe am häufigsten?

Der häufigste Fehler ist, ungeschütztes Glas, Metall und glasierte Fliesen in Reichweite der Farbe zu lassen. Kaliwasserglas in reiner Silikatfarbe greift diese Oberflächen chemisch an und hinterlässt einen milchigen, nicht mehr entfernbaren Schleier. Der zweithäufigste Fehler ist, mehrere Gebinde ohne Ausliteren nacheinander zu verstreichen, was bei Silikatfarbe wegen des höheren pH-Werts noch sichtbarer zu Ansätzen führt als bei Dispersionsfarbe.

Klebe Fensterrahmen, Beschläge, Fliesenspiegel und Lichtschalter deshalb gründlicher ab als bei einem Dispersionsanstrich, und entferne Spritzer sofort mit einem feuchten Tuch, bevor sie eintrocknen. Ein weiterer Punkt, der leicht übersehen wird: Die meisten Hersteller geben für Silikatfarbe eine Mindestverarbeitungstemperatur von 8 °C an, höher als die 5 °C, die für viele Dispersionsfarben gelten, und raten von praller Sonne oder starkem Wind während der Trocknung ab, weil die Fläche sonst zu schnell antrocknet und die Verkieselung unvollständig bleibt.

Ein dritter, seltener genannter Fehler ist ein zu trockener, stark saugender Untergrund. Frischer oder alter, stark saugfähiger Putz zieht das Wasser aus der Silikatfarbe zu schnell ab, bevor die Verkieselung vollständig abgeschlossen ist, das Ergebnis sind feine, kreidige Ausblühungen auf der Oberfläche. Viele Hersteller empfehlen deshalb, stark saugenden Putz vor dem Streichen kurz mit klarem Wasser anzufeuchten, ohne ihn dabei sichtbar nass zu machen. Das verlangsamt das Antrocknen und gibt der chemischen Reaktion genug Zeit.

Für welchen Raum und Untergrund passt welche Farbe?

Für frischen mineralischen Putz im Neubau eignet sich reine Silikatfarbe am besten, für Altbau mit unbekanntem oder mehrfach überstrichenem Untergrund eine Dispersionssilikatfarbe und für Raufasertapete oder Gipskarton eine Acrylat-Dispersionsfarbe wie Quadra Malerweiß. Ausschlaggebend ist in jedem Fall der Untergrund, nicht allein der Raumtyp.

Neubau mit frischem Kalk- oder Zementputz: Hier verkieselt reine Silikatfarbe optimal, weil der Putz noch offenporig und stark saugfähig ist. Achte auf die vom Putzhersteller angegebene Mindeststandzeit, meist mehrere Wochen, bevor du streichen darfst.

Altbau mit mehreren alten Anstrichen oder unbekanntem Untergrund: Dispersionssilikatfarbe ist hier die praktikablere Wahl, weil sie tragfähige Altanstriche toleriert, ohne auf die vollständige Verkieselung angewiesen zu sein.

Denkmalgeschütztes Gebäude: Hier entscheidet meist nicht allein die Optik, sondern die Vorgabe der Denkmalschutzbehörde, welches System zulässig ist. Reine Silikatfarbe wird bei historischen Fassaden und Innenräumen häufig verlangt, weil sie diffusionsoffen bleibt und keine geschlossene Kunststoffschicht auf historischem Putz bildet. Frag vor dem Kauf bei der zuständigen Behörde nach, welches konkrete System freigegeben ist, statt dich allein auf die Produktbezeichnung zu verlassen.

Raufasertapete oder Gipskartonwände: Acrylat-Dispersionsfarbe wie Quadra Malerweiß haftet direkt und egalisiert kleine Stoßkanten der Tapete, ohne zusätzliche Silikat-Grundierung.

Räume mit Allergikern oder chemischer Empfindlichkeit: Silikatfarbe und Dispersionssilikatfarbe enthalten in der Regel weniger organische Lösemittel und Konservierungsstoffe als klassische Dispersionsfarbe, was sie oft verträglicher macht. Ein allgemeiner Hinweis zur Kategorie ersetzt aber keine Herstellerangabe zum konkreten Produkt, prüfe dafür das Sicherheitsdatenblatt.

Diffusionsoffene Acrylat-Dispersionsfarbe, Nassabriebklasse 3, egalisiert Raufaserstöße, nach rund 3 Stunden bei 20 °C und 65 % Luftfeuchte überstreichbar.

Quadra Malerweiß

QuadraInnenwandfarben

Quadra Malerweiß

79,90 €inkl. MwSt.
Häufige Fragen

Fragen zu diesem Thema

Keine der beiden ist grundsätzlich besser, sie passen zu unterschiedlichen Untergründen. Auf mineralischem Putz ist reine Silikatfarbe durch die Verkieselung dauerhafter, auf Raufaser, Gipskarton oder altem Dispersionsanstrich ist Dispersionsfarbe die sicherere und günstigere Wahl.

Eine pauschale Angabe in Jahren lässt sich seriös nicht machen, weil Beanspruchung und Untergrund zu stark variieren. Silikatfarbe verliert durch die Verkieselung mit dem Putz keine Haftung durch Filmermüdung, wie es bei einem alten Dispersionsanstrich passieren kann, deshalb bleibt sie auf geeignetem Untergrund oft länger unauffällig.

Du kannst Silikatfarbe selbst streichen, die Verarbeitung mit Rolle oder Pinsel unterscheidet sich kaum von Dispersionsfarbe. Wichtig ist der zuverlässige Schutz von Glas, Metall und Fliesen vor dem ätzenden Kaliwasserglas, das braucht etwas mehr Sorgfalt beim Abkleben als bei Dispersionsfarbe.

Die verlässlichste Angabe steht im technischen Datenblatt unter Bindemittelbasis. Silikatbasis bedeutet reine Silikatfarbe, eine Angabe wie Dispersionssilikatfarbe oder ein Verweis auf DIN 18363 Abschnitt 2.4.1 bedeutet den Hybrid. Der Produktname allein, etwa mit Sol oder Silikat darin, ist dafür kein verlässlicher Hinweis.

Beim Gebindepreis liegen beide oft nah beieinander, ein 12,5-Liter-Eimer kostet zwischen rund 30 und 47 € je nach Produkt und Bindemitteltyp. Wegen unterschiedlicher Ergiebigkeit kann der tatsächliche Preis pro Quadratmeter bei einer sparsameren Dispersionssilikatfarbe sogar niedriger liegen als bei einer reinen Acrylat-Dispersion.

Auf tragfähigem, mineralischem Putz brauchst du meist keine zusätzliche Grundierung. Auf Gipskarton, stark saugendem oder leicht kreidendem Untergrund braucht reine Silikatfarbe dagegen eine Silikat-Grundierung, die eine mineralische Haftbrücke herstellt, sonst platzt der Anstrich ab.

Ja, das funktioniert unproblematisch, weil Dispersionsfarbe mechanisch auf fast jedem tragfähigen Untergrund haftet, auch auf einer verkieselten Silikatfläche. Umgekehrt, reine Silikatfarbe über einer alten Dispersionsschicht, ist der schwierigere Fall, weil die Verkieselung dort nicht stattfindet.
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Silikatfarbe und Dispersionsfarbe im direkten Vergleich

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