Raufasertapete streichen: Anleitung für neue und alte Raufaser überstreichen
Wie lange neue Raufaser trocknen muss, wann eine Grundierung nötig ist, wie oft sich alte Raufaser überstreichen lässt und welche Wandfarbe und Walze zur Struktur passen.
Du stehst vor einer frisch tapezierten Wand und fragst dich, wann du endlich zur Farbrolle greifen kannst. Oder du ziehst in eine Wohnung mit Raufaser, die schon drei- oder viermal überstrichen wurde, und weißt nicht, ob du einfach weiterstreichen kannst oder ob die alte Farbschicht erst runter muss. Beide Situationen laufen auf dieselbe Frage hinaus, brauchen aber unterschiedliche Antworten.
Dieser Artikel trennt die beiden Fälle sauber voneinander: neue Raufaser, die zum ersten Mal Farbe bekommt, und alte Raufaser, die schon ein Wandleben hinter sich hat. Dazu die Werkzeuge, die passende Wandfarbe und die Fehler, die beim Streichen von strukturiertem Untergrund am häufigsten passieren.
Neue oder alte Raufasertapete streichen: Was ist der Unterschied?
Neue Raufasertapete braucht vor dem ersten Anstrich vor allem Zeit zum Durchtrocknen, alte Raufaser braucht vor allem eine gründliche Prüfung auf lose Stellen, Fett und die Tragfähigkeit der vorhandenen Farbschicht. Bei neuer Raufaser entscheidet der Kleister über den Zeitpunkt, bei alter Raufaser entscheidet der Zustand der Oberfläche über die Vorbereitung.
Bei frisch tapezierter Raufaser ist die Reihenfolge klar: erst der Kleister muss vollständig durchtrocknen, dann folgt meist ein verdünnter erster Anstrich statt einer separaten Grundierung. Bei Raufaser, die schon ein- oder mehrfach gestrichen wurde, verschiebt sich die eigentliche Arbeit nach vorn, in die Prüfung und Reinigung der Fläche. Genau diese Vorarbeit fällt in den meisten Anleitungen zum Thema unter den Tisch, dabei entscheidet sie mehr über das Endergebnis als die eigentliche Streichtechnik.
Ein dritter Fall kommt seltener vor, ist aber nicht zu unterschätzen: Raufaser, die schon so oft überstrichen wurde, dass die Struktur kaum noch zu erkennen ist. Hier lohnt sich eher der Vergleich mit einer neuen Rolle Raufaser als ein weiterer Anstrich, dazu später mehr.
Wie lange muss frisch tapezierte Raufaser trocknen, bevor du sie streichen kannst?
Frisch tapezierte Raufaser braucht mindestens 24 Stunden, bevor sie streichfertig ist, bei kühlerem oder feuchterem Raumklima eher 2 bis 3 Tage. Der Kleister muss dabei nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in der Tiefe der Papierstruktur vollständig abgebunden haben, sonst quillt die Tapete unter der neuen Farbschicht erneut auf.
Ob die Tapete wirklich durch ist, erkennst du an der Farbe: nasse Raufaser wirkt an den Nähten und in den Vertiefungen dunkler und leicht durchscheinend, trockene Raufaser hat überall denselben, gleichmäßig hellen Ton. Drückst du vorsichtig mit dem Handballen auf eine unauffällige Stelle, darf sich nichts weich oder klamm anfühlen.
Lüfte den Raum während der Trocknung regelmäßig, aber vermeide Zugluft und direkte Heizungswärme auf der frischen Tapete. Beides trocknet die Oberfläche zu schnell an, während der Kleister darunter noch feucht bleibt, was Nähte aufreißen oder Blasen entstehen lässt, die du erst beim Streichen bemerkst.
Nicht zu früh streichen
Farbe auf noch feuchter Raufaser sieht in den ersten Stunden unauffällig aus, das Problem zeigt sich oft erst nach ein bis zwei Tagen. Löst sich der Kleister unter der Farbschicht, wölben sich einzelne Bahnen oder reißen an den Stößen auf. Die Korrektur ist dann deutlich aufwendiger als ein oder zwei zusätzliche Tage Wartezeit vorher.
Braucht Raufasertapete vor dem ersten Streichen eine Grundierung?
In der Regel nicht. Bei intakter, normal saugfähiger Raufaser übernimmt ein verdünnter erster Anstrich die Funktion einer Grundierung, eine separate Grundierung brauchst du nur, wenn der Untergrund unter der Tapete stark saugt oder wenn die Raufaser auf einem sehr glatten, nicht saugenden Altanstrich klebt.
Für den verdünnten ersten Anstrich mischst du die Wandfarbe mit etwas Wasser an, üblich sind rund 10 Prozent. Diese dünnere Schicht dringt besser in die Papierstruktur ein und sorgt dafür, dass der zweite, unverdünnte Anstrich gleichmäßig deckt statt an einzelnen Stellen unterschiedlich stark einzuziehen. Ohne diesen Zwischenschritt bleibt die Saugfähigkeit der Raufaser über die Fläche uneinheitlich, was du erst am fertigen, getrockneten Ergebnis siehst.
Eine echte Grundierung wird erst dann relevant, wenn die Ausgangslage vom Normalfall abweicht. Frischer Putz oder Gipskartonplatten unter neuer Raufaser saugen stark und unregelmäßig, hier verfestigt eine Tiefgrundierung den Untergrund, bevor überhaupt tapeziert wird. Klebt die Raufaser dagegen auf einem glänzenden Altanstrich, braucht die Tapete selbst zwar keine Grundierung, aber der Untergrund darunter hätte vor dem Tapezieren einen Haftgrund gebraucht, damit der Kleister überhaupt hält.
| Kriterium | Quadra Tiefgrund Acryl-Hydrosol | Quadra Grundierkonzentrat | Quadra WP-Haftgrund |
|---|---|---|---|
| Einsatzbereich | Saugende, unbehandelte Untergründe vor dem Tapezieren | Wirtschaftliche Alternative für größere saugende Flächen | Glatte, nicht saugende Altanstriche vor dem Tapezieren |
| Wirkung | Verfestigend, transparent | Hochkonzentriert, geruchsarm, lösemittelfrei | Weiß pigmentiert, hohes Deckvermögen, schafft Haftgrund |
| Gebinde | 10 Liter | 10 Liter | 12,5 Liter |
Verfestigende Grundierung für saugende, unbehandelte Untergründe im Innen- und Außenbereich, wasserbasiert, transparent.
Werkzeug und Material für das Streichen von Raufasertapete
Bevor du anfängst, lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme. Fehlt die richtige Walze oder das Ausbesserungsmaterial, unterbrichst du die Arbeit ungewollt mitten auf der Fläche, was bei jeder Wandfarbe zu sichtbaren Ansätzen führt.
Werkzeug
- Farbwanne mit Abrollgitter
- Teleskopstange für Decke und obere Wandbereiche
- Flachpinsel für Ecken und Kanten
- Malerkrepp und Abdeckfolie
- Spachtel für Ausbesserungen an Nähten und Rissen
- Rührquirl mit Bohrmaschine zum Verdünnen der ersten Schicht
Kurz-Check vor dem Start
- Ist neue Raufaser mindestens 24 Stunden alt und komplett trocken?
- Sind lose Kanten und Nähte wieder angeklebt?
- Ist die Fläche staub- und fettfrei?
- Bei alter Raufaser: Haftungstest an einer unauffälligen Stelle gemacht?
- Steckdosen, Fußleisten und Boden abgeklebt oder abgedeckt?
Welche Walzen-Florhöhe eignet sich für Raufasertapete?
Für Raufasertapete eignet sich eine Walze mit rund 14 bis 18 mm Florhöhe deutlich besser als die kurz- bis mittelflorigen Walzen, die für glatte Wandfarbe gedacht sind. Die tiefen Vertiefungen der Papierstruktur brauchen einen langen, faserigen Flor, der die Farbe wirklich bis auf den Grund der Struktur bringt statt nur die erhabenen Spitzen zu treffen.
Nimmst du versehentlich eine kurzflorige Walze, wie sie für seidenglänzende Farben üblich ist, bleiben die Vertiefungen der Raufaser unversorgt. Nach dem Trocknen zeigen sich dort feine, hellere Punkte, an denen die Papierstruktur noch durchscheint, obwohl die Fläche auf den ersten Blick vollständig gestrichen aussah. Das lässt sich zwar mit einem zweiten Anstrich korrigieren, kostet aber unnötig Zeit und Farbe.
Welche Wandfarbe eignet sich am besten für Raufasertapete?
Für Raufasertapete eignet sich am besten eine stumpfmatte Dispersionsfarbe mit guter Deckkraft, weil sie die Lichtreflexion auf der strukturierten Oberfläche gleichmäßig hält. Für stark beanspruchte Räume wie Flure, Küchen oder Kinderzimmer lohnt sich dagegen eine abwischbare Variante mit höherer Nassabriebklasse, auch wenn der etwas stärkere Glanzgrad die Struktur im Streiflicht sichtbarer macht.
| Kriterium | Quadra Pro DIN | Quadra Malerweiß | Quadra EdelMatt | Quadra Premiumweiß KF | Quadra BioSol-In | Quadra Seidenlatex |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Glanzgrad | stumpfmatt | stumpfmatt | stumpfmatt | stumpfmatt | stumpfmatt | seidenglänzend |
| Nassabriebklasse | 3 | 3 | keine Angabe | keine Angabe | 2 | 1 |
| Verbrauch je Anstrich | ca. 145 ml/m² | ca. 145 ml/m² | ca. 150 ml/m² | ca. 145 ml/m² | ca. 165 ml/m² | ca. 145 ml/m² |
| Wofür auf Raufaser | Selten belastete Räume, airless-geeignet für große Flächen | Wirtschaftlicher Standard für Wand und Decke | Schnelle Deckung in einem Arbeitsgang | Besonders scheuerbeständig, foggingfrei | Diffusionsoffen, gut für Räume mit Schimmelrisiko | Abwischbar, für Flure, Küchen und Kinderzimmer |
Matte Dispersions-Innenfarbe, Nassabriebklasse 3, rund 7 m² Ergiebigkeit pro Liter. Nach etwa 3 Stunden bei 20 °C und 65 % Luftfeuchte überstreichbar.
Farbbedarf berechnen
Für Quadra Malerweiß
–
Gebinde
- Fläche
- –
- Bei 2 Anstrichen
- –
- Ergiebigkeit
- 86 m² / Gebinde
inkl. MwSt.
Richtwert für die Planung. Der tatsächliche Bedarf hängt von Raumzuschnitt, Untergrund und Saugfähigkeit ab. Planen Sie im Zweifel ein Gebinde mehr ein.
Raufasertapete streichen in 8 Schritten
Die Reihenfolge gilt für neue Raufaser ebenso wie für alte, überstreichbare Raufaser. Unterschiede gibt es vor allem bei Schritt 1 und Schritt 6, die restlichen Schritte laufen in beiden Fällen gleich ab.
- 1
Untergrund prüfen und vorbereiten
Bei neuer Raufaser prüfst du, ob alle Nähte und Kanten fest angeklebt sind und ob die Tapete vollständig durchgetrocknet ist. Bei alter Raufaser prüfst du zusätzlich auf Fett, Nikotinablagerungen, lose Stellen und Risse. Kleine Löcher und aufstehende Kanten besserst du mit Spachtelmasse aus und schleifst sie nach dem Trocknen glatt.
- 2
Raum abkleben und abdecken
Klebe Fußleisten, Steckdosen, Lichtschalter und Fensterrahmen mit Malerkrepp ab und decke Boden und Möbel mit Folie ab. Raufaser gibt beim Streichen mehr Farbe an die Rolle ab als eine glatte Wand, dadurch spritzt es leichter.
- 3
Grundierung auftragen, falls nötig
Nur bei stark saugendem Untergrund unter neuer Raufaser oder bei einem sehr glatten Altanstrich unter der Tapete brauchst du eine separate Grundierung. Bei normal saugfähiger, intakter Raufaser überspringst du diesen Schritt und gehst direkt zum verdünnten ersten Anstrich über.
- 4
Passende Farbe und Walze auswählen
Wähle die Farbe nach Raumnutzung: Quadra Malerweiß als wirtschaftlichen Standard, Quadra Seidenlatex für Flure und Küchen, die regelmäßig abgewischt werden. Nimm dazu eine Walze mit rund 14 bis 18 mm Florhöhe, die auch die Vertiefungen der Struktur erreicht.
- 5
Ecken und Kanten mit dem Flachpinsel vorstreichen
Streiche entlang der Decke, der Fußleiste und der Fensterrahmen einen etwa 5 bis 10 Zentimeter breiten Rand vor, bevor du zur Rolle greifst. So hat die Walze später eine Kante, an die sie anschließen kann, ohne direkt in die Ecke hineinzurollen.
- 6
Ersten Anstrich auftragen
Bei neuer Raufaser trägst du die Wandfarbe für den ersten Anstrich verdünnt auf, rund 10 Prozent Wasser reichen dafür meist aus. Bei alter, bereits gestrichener Raufaser reicht in der Regel ein normaler, unverdünnter Anstrich, weil die Fläche nicht mehr so stark saugt wie unbehandeltes Papier.
- 7
Farbe kräftig in die Struktur einarbeiten
Rolle in W- oder M-förmigen Bahnen und drücke die Walze dabei spürbar an, damit die Farbe auch in die Vertiefungen der Struktur gelangt, nicht nur auf die erhabenen Spitzen. Nimm regelmäßig neue Farbe auf, bevor die Walze zu trocken wird, sonst bleiben genau an dieser Stelle helle, unversorgte Flecken zurück.
- 8
Trocknen lassen und zweiten Anstrich auftragen
Halte die überstreichbare Zeit des jeweiligen Produkts ein, bei Quadra Malerweiß rund 3 Stunden, bei Quadra BioSol-In rund 4 Stunden, jeweils bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte. Der zweite, unverdünnte Anstrich gleicht kleine Saugunterschiede aus und bringt die gleichmäßige Deckkraft, die ein einzelner Anstrich auf Raufaser fast nie liefert.
Wie oft lässt sich Raufasertapete überstreichen, bevor die Struktur verschwindet?
Intakte Raufaser lässt sich in der Praxis bis zu zehnmal überstreichen, bevor die Struktur durch die aufsummierten Farbschichten spürbar flacher wird. Bei fachgerechter Pflege hält eine gute Raufaser über 20 bis 25 Jahre, wobei jeder zusätzliche Anstrich die Vertiefungen der Papierstruktur ein Stück weit auffüllt.
Das liegt daran, dass sich jede Farbschicht vor allem in den Vertiefungen sammelt, während die erhabenen Stellen weniger Farbe aufnehmen. Über viele Anstriche hinweg gleicht sich dieser Höhenunterschied langsam an, bis die ursprünglich raue Oberfläche fast glatt wirkt. Wie schnell das passiert, hängt stark davon ab, wie dick jeder einzelne Anstrich aufgetragen wurde und wie oft überhaupt neu gestrichen wurde.
Ist die Struktur schon deutlich abgeflacht, bringt ein weiterer Anstrich meist wenig Verbesserung mehr. An diesem Punkt lohnt sich der Vergleich zwischen einem zusätzlichen, dickeren Anstrich und dem Rückbau der alten Tapete zugunsten einer neuen Raufaser-Rolle, gerade wenn die Wand ohnehin schon sehr viele Farbschichten trägt und dadurch merklich an Kontur verloren hat.
Rauhfaser Normalrolle 33,5 x 0,53 m, ansatzfreier Rapport, 6 Rollen pro Karton. Eine Option, wenn die Struktur der alten Raufaser durch zu viele Anstriche zu flach geworden ist.
Alte, bereits mehrfach gestrichene Raufaser überstreichen: Worauf achten?
Beim Überstreichen von alter Raufaser prüfst du zuerst, ob die vorhandene Farbschicht überhaupt tragfähig ist, dann reinigst du die Fläche von Fett und Staub, bevor die neue Farbe aufgetragen wird. Diese beiden Schritte entscheiden mehr über das Ergebnis als die Wahl der neuen Farbe selbst.
Für den Haftungstest reibst du an einer unauffälligen Stelle mit der flachen Hand über die Wand. Kreidet der alte Anstrich sichtbar ab und bleibt Pulver an der Hand hängen, braucht die Fläche vor dem Streichen eine verfestigende Grundierung, sonst löst sich die alte Farbschicht zusammen mit der neuen. Zusätzlich lohnt sich ein Klebeband-Test: ein Streifen Malerkrepp, fest angedrückt und wieder abgezogen, sollte keine Farbe mitreißen.
In Küchen kommt häufig eine dünne Fettschicht dazu, die für das Auge kaum sichtbar ist, aber die Haftung der neuen Farbe deutlich verschlechtert. Wische die Fläche vor dem Streichen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ab und lass sie vollständig trocknen, bevor du beginnst.
Leimfarbe nicht einfach überstreichen
Ältere Raufaser, vor allem in Altbauten, trägt manchmal noch eine Leimfarbe statt einer modernen Dispersionsfarbe. Wische eine unauffällige Stelle mit einem feuchten Tuch ab: Färbt das Tuch sichtbar ab, handelt es sich um Leimfarbe. Diese lässt sich nicht einfach überstreichen, sie muss vollständig abgewaschen werden, sonst platzt die neue Farbschicht großflächig wieder ab.
Lose Nähte oder aufstehende Kanten klebst du vor dem Streichen mit Tapetenkleister neu an und beschwerst sie, bis der Kleister abgebunden hat. Kleine Risse oder Löcher spachtelst du aus, schleifst sie nach dem Trocknen glatt und streichst sie punktuell vor, damit sie sich nicht als Schatten unter dem neuen Anstrich abzeichnen.
Häufige Fehler beim Raufaser streichen
Die häufigsten Fehler beim Raufaser streichen sind eine zu dünn aufgetragene Farbschicht, die die Vertiefungen der Struktur nicht erreicht, ein zu früh gestrichener neuer Untergrund und das Überstreichen alter Leimfarbe ohne vorherigen Test. Alle drei zeigen sich erst nach dem Trocknen und lassen sich dann nicht mehr punktuell nachbessern.
Eine zu dünne Farbschicht entsteht meist, wenn die Walze zu wenig Farbe trägt oder die Struktur nicht kräftig genug angedrückt wird. Das Ergebnis sind feine, hellere Punkte in den Vertiefungen, die erst im Streiflicht oder aus der Nähe auffallen. Die Korrektur ist ein zweiter, großzügiger Anstrich über die gesamte Fläche, kein punktuelles Nachbessern einzelner Stellen.
Neue Raufaser zu früh zu streichen führt zu Blasen oder aufreißenden Nähten, weil der Kleister darunter noch nicht durchgetrocknet ist. Diesen Fehler bemerkst du oft erst am Folgetag, wenn die Fläche schon vollständig gestrichen ist, die Korrektur bedeutet dann meist, die betroffene Bahn neu zu verkleben.
Alte Leimfarbe ungeprüft zu überstreichen führt zu großflächigem Abplatzen der neuen Farbschicht, teils erst Wochen nach dem Streichen, wenn sich die Feuchtigkeit der neuen Farbe endgültig durch die alte Schicht gearbeitet hat. Der Wischtest mit dem feuchten Tuch dauert eine Minute und erspart dir diese Überraschung zuverlässig.
Ein vierter, seltener genannter Fehler ist die falsche Walze für strukturierte Flächen. Eine kurzflorige Walze aus dem Regal für glatte Wandfarbe erreicht die Vertiefungen der Raufaser nicht vollständig, unabhängig davon, wie sorgfältig du sonst arbeitest.
Fragen zu diesem Thema
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